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Bronzemedaille, ausgegeben zum 150. Geburtstag von Otto von Bismarck (erster Reichskanzler des Deutschen Reiches).

Eine optisch identische Medaille wurde in 925er Silber hergestellt. der Auftraggeber dieser Medaille ist unbekannt. Hergestellt wurde sie bei der Firma Hoffstätter in Bonn. 2002 wurde das Unternehmen von der Intertecnica Export GmbH übernommen.

Die Hoffstätter GmbH wurde 1818 gegründet. Im Ersten Weltkrieg wurde die Firma bekannt, da sie für den Kaiser große Mengen an Orden und Ehrenzeichen produziert hat. Der Urenkel des Firmengründers, Lorenz Hoffstätter, war bekennender Nationalsozialist. Vom 12. November 1933 bis zum März 1936 saß Hoffstätter als Abgeordneter für den Wahlkreis 20 (Köln-Aachen) im nationalsozialistischen Reichstag. Auch er verdiente durch die Herstellung von Orden und Abzeichen für die Wehrmacht bzw. für die NSDAP große Summen.

Nach dem zweiten Weltkrieg geriet die Firma in die Schlagzeilen, da sie nicht nur für die CDU unter Kurt Geor Kisinger Aufträge annahm, sondern auch für die NPD Arbeiten fertigte. 1970 wurde ein Auftrag der rechtsextremen „Aktion Widerstand“ öffentlich (es sollte eine Schmähmünze gegen Willy Brandt gefertigt werden). Gegen eine angedrohte Strafe von 10.000,- Mark wurde der Auftrag nicht durchgeführt.