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Fünf-Mark Schein – Reichskassenschein -, ausgegeben ab 11. Juli 1874.

Nach langen Verhandlungen zwischen den deutschen Ländern wurde in den Gesetzen 1871 und 1873 festgelegt, dass die bisherigen Währungen „Taler“ in den nördlichen und „Gulden“ in den südlichen Staaten aufgegeben  und zukünftig nur noch Banknoten in „Mark“ ausgegeben werden. Reichskassenscheine dienten dem Ersatz einbehaltener regionalstaatlicher Banknoten, waren aber keine gesetzlichen Zahlungsmittel. Die Reichsbank durfte zu diesem Zeitpunkt bis 1906 jedoch nur Werte über 100 Mark ausgeben. Daher wurden die Reichskassenscheine als Banknoten für die unteren Wertstufen genutzt.

1874 wurden Werte zu 5, 20 und 50 Mark ausgegeben, die heute extrem selten sind. Diese waren bis zum 30. Juni 1885 im Umlauf.

Der Tagelohn eines durchschnittlichen Arbeiters lag 1874 zwischen 1,50 und 6 Mark.

5 Mark VS 1874 001