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Postkarte mit der Moschee im Kriegsgefangenenlager Wünsdorf-Zossen aus dem Jahre 1916. Diese Moschee wurde 1915 im so genannten “Halbmondlager” für die dort gefangenen muslimischen Soldaten erbaut. Durch diese Maßnahme versuchte die deutsche Militärführung die dort untergebrachten muslimischen Soldaten aus den verfeindeten Armeen auf die Seite Deutschlands zu ziehen. Der verbündete türkische Sultan Mehmet V brachte die Idee vor, die von den deutschen Behörden gerne aufgegriffen wurde. Immerhin waren zu Hochzeiten etwa 16.000 muslimische Soldaten interniert. Die Idee eines “Deutschen Dschihad” (dies ist tatsächlich die offizielle Bezeichnung) schlug jedoch fehl. Die Kuppel hatte einen Durchmesser von 12 Meter, das Minarett war 23 Meter hoch. Nach dem Krieg blieben etwa 90 muslimische Gefangene in Wünsdorf und nutzten die Moschee weiter als Gebetsraum. Die aus Holz gebaute Moschee wurde 1928 durch einen Neubau ersetzt und 1930 abgerissen.

(siehe auch das Kriegsgefangenengeld des Lagers Wünsdorf-Zossen)


Kategorien: 1914-1918, 1918-1933