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„Der Judenstern war ein vom nationalsozialistischen Regime eingeführtes Zwangskennzeichen für Personen, die nach den Nürnberger Gesetzen von 1935 rechtlich als Juden galten. Er bestand aus zwei überlagerten, schwarzumrandeten gelben Dreiecken, die einen handtellergroßen sechszackigen Stern nach Art eines Davidsterns bildeten. Darin befand sich die schwarze Aufschrift „Jude“, deren nach links geschwungene Buchstaben die  Hebräische Schrift verhöhnen sollten.

Das Kennzeichen wurde im September 1939 im besetzten Polen und am 1. September 1941 im Deutschen Reich, dann auch in weiteren von Deutschen besetzten Gebieten angeordnet. Damit erreichte die 1933 begonnene soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Demütigung der jüdischen Minderheit einen Höhepunkt. Mit dem Kennzeichen ließen sich die Träger leichter für die damals beginnenden planmäßigen Judendeportationen in die von den Nationalsozialisten eingerichteten Ghettos, Konzentrationslager und Vernichtungslager in Osteuropa auffinden. Der Judenstern war somit eine öffentlich sichtbare Maßnahme zur Durchführung des Holocausts.“ (aus Wikipedia, Stand 25. März 2014)

Das hier ausgestellte Stück wurde 1998 in Duisburg bei Umbauarbeiten eines um 1900 erbauten Hauses unter dem Holzfußboden des Dachbodens gefunden. Weiter wurde auch eine kleine Niesche gefunden, in dem ein erwachsener Mensch sich sitzend verstecken konnte. Der Eingang dieser Niesche konnte nur kriechend erreicht werden und war auch von Innen zu verschließen. Der Stern war in einer Ausgabe des „Völkischen Beobachters“ von Mai 1942 eingewickelt. Das Haus gehörte einem Mann, der seit 1932 Mitgied der NSDAP war. Auch nach 1945 waren er und seine Ehefrau bis zu ihrem Tode – so die Angaben aus der seiner Familie – extrem „linientreu“.  Näheres ist nicht bekannt.

Judenstern Judenstern_0001


Kategorien: 1933-1945