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Flugblatt „Schluß mit der Vetternwirtschaft und Klüngelei im Stadtparlament“ des Gesamtdeutschen Blocks/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (kurz GB/BHE) für die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am 09. November 1952.

Der GB/BHE war von 1950 bis 1961 aktiv und richtete sich fast ausschließlich an die Personen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Sie war in zahlreichen Landesparlamenten vertreten und war 8so z.B. in Schleswig Holstein) auch in der Regierung.  Bei der Bundestagswahl 1953 zog der BHE mit 5,9 % in den Deutschen Bundestag und unterstützte Konrad Adenauer.

Neben der Ziel der Wiederherstellung der Grenzen von 1937 zeichnete sich der BHE durch seine (erfolgreiche) Forderung nach Beendigung der Entnazifizierung aus.

In den Reihen des BHE waren zahlreiche ehemalige NSDAP-Mitglieder zu finden, die nach 1961 z.T in anderen Parteien aktiv wurden, so z.B. Eduard Fiedler (später FDP), Gustav Hacker, Theodor Oberländer (später CDU) und Frank Seiboth (später SPD). Die Aktivitäten vieler BHE Mitglieder in der NSDAP gingen über das „Mitläufertum“ hinaus. Bemerkenswert ist, dass trotz dieser Vergangenheit ein großer Teil der aktiven BHE-Abgeordneten mit dem Bundesverdienstkreuz oder mit Landesorden ausgezeichnet wurden.


Kategorien: 1949-1969