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Flugblatt „Kriminelle-Zuchthäusler-Kuppler“ der SPD aus dem Jahre 1961.

Der im Artikel erwähnte Johannes Evangelist Kapfinger (* 27. dezember 1902 in Adldorf bei Landau an der Isar; † 28.Juli 1985 in Passau) war ein deutscher zeitungsverleger, der die Tageszeitung Passauer Neue Presse gründete.

„Zweifelhaft erscheint Kapfingers Rolle im Dritten Reich. Er soll Grundstücke jüdischer Eigentümer, die im Rahmen der „Arisierung“ beschlagnahmt worden waren, unter Marktwert erworben haben. Laut einem rechtskräftigen Urteil des Amtsgerichts München ist es erweislich wahr, dass Kapfinger sich als „Angehöriger eines bevorzugten Personenkreises an beschlagnahmtem jüdischen Besitz bereichert“ habe. In einem anderen Urteil hat das Landgericht Passau die von dem damaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und späteren Bundeskanzler Helmut Schmidt aufgestellten Behauptungen, „daß Kapfinger sich damals (nach dem Einmarsch der Russen) aus den Häusern ehemaliger Nationalsozialisten wertvolle Möbel, Teppiche und sonstige Einrichtungsgegenstände in sein Haus tragen ließ“, als erwiesen bestätigt ….

Die Stasi arbeitete im Bundestagswahlkampf 1961 in der Bundesrepublik gegen den Aufstieg Willy Brandts und munitionierte zu diesem Zweck politisch Rechte. Schlüsselfiguren dabei waren Kapfinger und der Publizist Hans Frederik, die beide Kontakte zur Stasi hatten. Stasi-Chef Markus Wolf thematisierte die Kontakte Kapfingers in seinen Memoiren. …“ (aus Wikipedia: Stand 12.02.2019)