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Flugblatt/Einladung „Deutsch-Österreich und Deutschland, die Lösung der großdeutschen Frage“ des Deutschen Demokratischen Vereins (DDV)  für die Stadtverordneten-Wahl in Berlin am 23. Februar 1919.

Redner war Dr.Theodor Heuss. Heuss  (* 31. Januar 1884 in Brackenheim; † 12. Dezember 1963 in Stuttgart) war ein Journalist, Publizist, Politikwissenschaftler und fast 60 Jahre liberaler Politiker in verschiedenen Parteien (NSV, FVG, FVP, DDP, FDP/DVP). Mit der Gründung der FDP 1948 wurde er deren erster Vorsitzender. Er war von 1949 bis 1959 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Heuss, der 1933 im Reichstag saß, stimmte mit seiner deutschen Staatspartei dem Ermächtigungsgesetz von Hitler zu. Zum damaligen Zeitpunkt war er der Auffassung, dass Hitler nur eine kurze Episode der deutschen Geschichte sei und bei den nächsten Wahlen scheitern werde. Zu spät erkannte Heuss, dass es zu keiner Wahl mehr kommen wird.

Bekannt wurde Heuss nach dem Krieg als Bundespräsident durch seine Kritik an der Nationalhymne. Die erste Strophe des Deutschlandliedes hielt er als „belastet“, die zweite Strophe als „zu trivial“ und nur die dritte Strophe als „zu kurz“.  Konrad Adenauer (CDU) und Kurt Schumacher (SPD) setzten sich jedoch mit der dritten Strophe durch. Heuss nahm diesen Beschluss zur Kenntnis, verzichtete aber darauf, diese in einem präsidialem Erlass zu verkünden. Der Name „Bundesrepublik Deutschland“ und die Nationalfarben „Schwarz-Rot-Gold“ gehen maßgeblich auf seine Initiativen zurück.

 


Kategorien: 1918-1933