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Ein wichtiges Instrument um die Mitglieder der Wehrmacht bei Laune zu halten, war die Bereitstellung von Lesestoff. Aus diesem Grund wurde die „Alfred-Rosenberg-Spende“ organisiert. Hier ein Schreiben der NSDAP vom 7.Mai 1941 an die Bürgermeister in Aachen-Land.
„Durchgeführt wurde die Aktion „Buchspende für die Deutsche Wehrmacht“ vom Kriegs-Winterhilfswerk, dem ein Aufruf Rosenbergs voranging. Bis zum Jahr 1940 konnten so 8 ½ Millionen Bücher gesammelt werden. Bis zum Frühjahr 1941 konnten in zwei Sammelaktionen 15 ½ Millionen Bücher an die kämpfende Front verschickt werden . Im Oktober 1941 erfolgte nach den Erfolgen der letzten zwei Sammlungen ein dritter Aufruf, wobei die Vorarbeiten des Einsammeln dabei von der Frauenschaft der NS übernommen wurde. “ (vgl Originalquelle https://bibliothek.univie.ac.at/tanzenberg/die_alfredrosenbergspende.html)
In dem mir vorliegenden Buch „Politische Gespräche“ von Friedrich Stieve konnte ich zwei Stempel finden a) den Stempel „Alfred-Rosenberg-Spende“ und b) den Stempel Stammlager 304 (IV B ). Dieses Buch war also im Bestand eines der berüchtigsten Lager. https://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager_IV_B
Das Buch landete nach dem Krieg, so ein handschriftlicher Vermerk, im Justus-Lipsius-College in Leuven und wurde dann ausgemustert.

Kategorien: 1933-1945, Region Aachen